Neun Personen – Jasmin, Mella, Lilian, Peter, Valentin, Franziska, Paulina, Natalie und Matze – sitzen in einem großen Raum in einem lockeren Halbkreis. Unterschiedliche Sitzgelegenheiten und eine einfache Einrichtung mit Küchenzeile und Technik prägen den Raum. Die Atmosphäre ist konzentriert, ruhig und kollaborativ.

UNSICHTBAR SICHTBAR – Audiodeskription als Kunstform BARRIEREABBAU

Ein ko-kreativer Austausch über die Vermittlung von Tanz für blinde und sehbehinderte Menschen
Weitere Termine
Simon, Belli und Nicki sitzen an einem runden Metalltisch in einem hellen, funktionalen Raum. Nicki trägt ein graues Kleid und blickt ruhig zur Seite, Belli lächelt, Simon wirkt konzentriert. Auf dem Tisch liegen einige Gegenstände, im Hintergrund technische Geräte und Lautsprecher.

Wie lässt sich zeitgenössischer Tanz hörbar machen?

Diese Frage begleitet backsteinhaus produktion seit mehreren Jahren auf unserem Weg zu mehr Barrierefreiheit und künstlerischer Teilhabe. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Zugänglichkeit für blinde und sehbehinderte Menschen – denn ohne zusätzliche Angebote bleibt ihnen eine Tanzvorstellung weitgehend verborgen. Neben organisatorischen und räumlichen Maßnahmen wie Tastführungen oder Informationsmaterial in Braille entwickeln wir auch Aufführungen mit Audiodeskription.
Die klassische Live-Audiodeskription beschreibt vor allem die sichtbare Ebene: Bewegungen, Bilder, Raum. Doch gerade im zeitgenössischen Tanz entstehen Bedeutung und Erlebnis oft jenseits des Narrativen – im Atmosphärischen, im Rhythmischen, im Zwischenraum. Wie kann eine Audiodeskription diese Qualität erfassen, ohne sie zu erklären oder zu überformen? Und welche Worte tragen diese Erfahrung, ohne sie zu verändern?

Mit UNSICHTBAR SICHTBAR haben wir gemeinsam mit Akteur*innen aus Audiodeskription, Tanz und Vermittlung daran gearbeitet, neue Fragen zu formulieren und erste Antworten zu finden. In einem intensiven Workshop tauschten wir Erfahrungen aus, stellten Arbeitsweisen gegenüber und suchten nach einer Form der Audiodeskription, die nicht nur beschreibt, sondern mitgestaltet – künstlerisch, integrativ, sensibel und selbstbewusst.

Aus diesem Prozess ist eine 45-minütige Audiodokumentation entstanden. Sie versammelt Stimmen, Gedanken und zentrale Erkenntnisse der Beteiligten – ein hörbares Mosaik aus Perspektiven, das den Weg hin zu einer Audiodeskription als eigenständige Kunstform nachzeichnet.

Die Audiodokumentation ist ab dem 17. Januar 2026 um 17 Uhr hier zu hören.

Trailer:

Zusätzlich findet ein offizieller Release am 17. Januar um 17 Uhr mit gemeinsamem Listening der Dokumentation im Kunstverein Wagenhalle e.V. statt. Über eine Anmeldung via ed.noitkudorpsuahnietskcab@aniluap freuen wir uns sehr! Meldet euch bei ed.noitkudorpsuahnietskcab@aniluap, falls ihr Assistenzbedarf habt oder bestimmte Voraussetzungen benötigt, um gut an der Veranstaltung teilnehmen zu können. Der Raum ist barrierefrei zugänglich.

Ein schwarzer, lockig behaarter Hund liegt entspannt auf einem hellgrauen Betonboden. Er trägt ein orangefarbenes Halsband; daneben stehen schwarze Ledersandalen. Franzi, Valentin und Peter sitzen in einem hellen Raum nebeneinander. Im Vordergrund ist unscharf ein gestreifter Fächer erkennbar. Franzi trägt ein Kleid mit Leopardenmuster, Valentin ein helles Oberteil, Peter ein gemustertes Hemd. Eine Küchenzeile mit Geschirr bildet den Hintergrund. Die Atmosphäre wirkt aufmerksam und entspannt. Auf einem Monitor ist Pernille während eines Videocalls zu erkennen. Der Bildschirm steht auf einem Technikwagen zwischen zwei Lautsprechern. Hinter dem Wagen bedient eine Person die Technik, im Vordergrund sitzt Simon mit überschlagenen Beinen. Der Aufbau vermittelt eine ruhige, fokussierte Arbeitssituation. Nicki, Belli und Simon arbeiten in einem hellen Raum. Nicki trägt ein graues Kleid und Mikrofon, Belli ein schwarzes ärmelloses Outfit. Simon sitzt im Hintergrund am Tisch mit Laptop und Unterlagen. Technische Geräte und Lichtinstallationen strukturieren den Raum, die Stimmung wirkt konzentriert und professionell. Drei großformatige Papierbögen mit dem Schriftzug „backsteinhaus produktion“ stehen nebeneinander an einer Wand. Aufgeklebte Blätter tragen die Titel „Integrierte Audiodeskription“, „Interpretation und Beschreibung“ und „Neue Wege der Zugänglichkeit“. Der Betonboden und sichtbare Kabel betonen den Arbeitscharakter der Umgebung. In einem hellen Raum mit Betonboden sitzen sieben Personen – Franzi, Valentin, Peter, Lilian, Mella und Jasmin – in einem Halbkreis. Peter spricht gestikulierend, die Gruppe hört aufmerksam zu. Der Raum wirkt offen und schlicht, mit einer Küchenzeile, weißen Wänden und einem sichtbaren Leitsystem auf dem Boden. Die Kleidung ist sommerlich, die Stimmung ruhig und gemeinschaftlich.

Termine

Januar 26
Sa 17.1.
17:00 Uhr, Offizieller Release

Mitwirkende

Expert*innen und Mitwirkende:
Mella Hambrecht, Lilian Korner, Valentin Leuschel, Peter Luttringer, Matthias Nagel, Jasmin Schädler und Pernille Sonne

Mitwirkende von backsteinhaus produktion:
Isabelle Gatterburg, Heiko Giering, Nicki Liszta, Paulina Mandl, Franziska Stulle

Technik:
Kevin Sliwinski & Heiko Giering

Sprecher & Schnitt:
Simon Kubat

Postproduktion / Mastering:
Timo Kleinemeier